Transfer-Hammer: Leipzig lehnt Liverpools 100-Mio.-Angebot für Diomande ab

RB Leipzig lehnt Liverpools 100-Mio.-Angebot für Yan Diomande ab. Leipzig fordert 130 Mio. – das würde den 19-Jährigen zum sechstteuersten Transfer der Geschichte machen.

M W

RB Leipzig setzt klares Signal: Diomande ist nicht zu haben – zumindest nicht für 100 Millionen Euro

Der Transfer-Sommer nimmt Fahrt auf, und mittendrin steht ein 19-Jähriger, der binnen eines Jahres die Fußballwelt in Staunen versetzt hat: Yan Diomande. Der ivorische Flügelspieler von RB Leipzig ist offenbar das begehrteste Talent auf dem europäischen Transfermarkt – und sein aktueller Arbeitgeber hat unmissverständlich klargemacht, dass man ihn nicht leichtfertig ziehen lassen wird.

Wie die Fachmedien Sky und Transferexperte Fabrizio Romano übereinstimmend berichten, hat der FC Liverpool ein offizielles Angebot in Höhe von 100 Millionen Euro bei RB Leipzig eingereicht. Davon entfallen 90 Millionen Euro auf die fixe Sockelablöse, der Rest setzt sich aus variablen Boni zusammen. Die Antwort der Sachsen fiel unmissverständlich aus: Das Angebot wurde abgelehnt.

Leipzig plant Vertragsverlängerung statt Verkauf

Hinter der Ablehnung steckt mehr als nur eine Verhandlungstaktik. Wie aus Leipzig verlautbart, hat der Klub grundsätzlich kein Interesse daran, seinen Shootingstar der vergangenen Saison abzugeben. Stattdessen arbeiten die Roten Bullen an einer Vertragsverlängerung mit dem Ivorer, die über das derzeit bereits bis 2030 laufende Arbeitspapier hinausgehen soll. Neben einer deutlichen Gehaltserhöhung soll dem Vernehmen nach auch eine hohe Ausstiegsklausel in den neuen Vertrag integriert werden – ein klares Signal, dass Leipzig langfristig plant.

Sollte dennoch ein Verkauf in Frage kommen, hat Leipzig offenbar eine klare Preisvorstellung: Laut Transfermarkt-Informationen denken die Sachsen an eine Ablöse von rund 130 Millionen Euro. Selbst die von Romano genannten 120 Millionen Euro sollen demnach nicht ausreichen, um Leipzig an den Verhandlungstisch zu bringen. Liverpool wiederum plant laut übereinstimmenden Berichten aktuell keine Erhöhung seines Angebots – die 100-Millionen-Grenze gilt für die Reds vorerst als Schmerzgrenze. Die Gespräche zwischen den Klubs laufen dennoch weiter.

Würde Diomande zum sechstteuersten Spieler der Geschichte werden?

Eine Ablöse von 130 Millionen Euro hätte historische Dimensionen. Damit würde Yan Diomande zum sechstteuersten Transfer der Fußballgeschichte avancieren – und gleichzeitig Florian Wirtz sowie Jude Bellingham als teuersten Bundesliga-Abgang aller Zeiten ablösen. Wirtz wechselte in diesem Sommer für kolportierte 125 Millionen Euro (exklusive Boni) von Bayer Leverkusen ausgerechnet zum FC Liverpool, Bellingham kostete Real Madrid 2023 rund 127 Millionen Euro inklusive Boni. Antoine Griezmanns Wechsel 2019 zum FC Barcelona für 120 Millionen sowie Eden Hazards Engagement bei Real Madrid für knapp 120,8 Millionen Euro würden durch Diomande ebenfalls übertroffen.

Zum Vergleich: Noch vor einem Jahr war Diomandes Marktwert auf Transfermarkt mit gerade einmal 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Heute steht der 19-Jährige bei 90 Millionen Euro – eine Wertsteigerung, die ihresgleichen sucht und das enorme Potenzial des Youngsters unterstreicht.

Starke Saison und WM als Ritterschlag

Der Grundstein für das internationale Interesse wurde in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit gelegt. In 36 Pflichtspielen erzielte Diomande 13 Tore und bereitete weitere zehn Treffer vor – Zahlen, die selbst gestandene Bundesliga-Profis selten erreichen. Der linke Flügelstürmer begeisterte durch seine Geschwindigkeit, seinen technisch sauberen Abschluss und eine für sein Alter bemerkenswerte Reife auf dem Platz.

Auch auf der WM-Bühne 2026 in den USA hinterlässt der Ivorer seine Spuren. Beim Auftaktsieg der Elfenbeinküste gegen Ecuador (1:0) stand Diomande über die volle Spielzeit auf dem Rasen und empfahl sich einmal mehr für die europäische Fußballelite. Bereits am kommenden Samstag dürfte er im Gruppenspiel gegen Deutschland erneut von Beginn an auflaufen – eine zusätzliche Bühne, die seinen Marktwert und sein Ansehen weiter steigern könnte.

PSG und weitere Klubs warten in den Startlöchern

Liverpool ist offenbar nicht der einzige Großklub, der Diomandes Entwicklung mit Argusaugen verfolgt. Wie aus dem Umfeld zu hören ist, hat auch Paris Saint-Germain Interesse am ivorischen Nationalspieler angemeldet. Mit dem Einsteigen weiterer finanzstarker Klubs in das Transferrennen könnte der Druck auf Leipzig in den kommenden Wochen noch weiter zunehmen – und die Ablösesumme möglicherweise tatsächlich in Richtung der von Leipzig anvisierten 130-Millionen-Marke steigen.

Fest steht: Yan Diomande ist das Transferthema des Sommers. RB Leipzig hält die Karten derzeit eng an der Brust und agiert aus einer Position der Stärke heraus. Ob Liverpool nachlegt, ob PSG ein offizielles Angebot einreicht oder ob Diomande am Ende doch in Sachsen bleibt – die Antworten auf diese Fragen dürften die Transferperiode noch über Wochen in Atem halten.

Quelle: Transfermarkt