WM 2026: Curaçao-Keeper Room mit Weltrekord – DFB-Elf Gruppensieger

Keeper Eloy Room parierte 15 Schüsse und hielt Curaçao zu einem historischen 0:0 gegen Ecuador – der erste WM-Punkt der Insel und ein Weltrekord.

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Es war eine der größten Einzelleistungen, die die WM-Geschichte je erlebt hat: Eloy Room, der Torwart der kleinen Karibikinsel Curaçao, stand beim Gruppenspiel gegen Ecuador buchstäblich im Mittelpunkt des Weltgeschehens – und hielt sein Land mit sensationellen 15 Paraden zu einem 0:0. Dieser eine Punkt ist mehr als eine bloße Zahl: Er ist der erste WM-Punkt, den Curaçao jemals errungen hat.

Rooms Ein-Mann-Show gegen einen übermächtigen Gegner

Fast 30 Torschüsse feuerte Ecuador auf das Tor von Room ab – und kein einziger fand seinen Weg ins Netz. Immer wieder warf sich der erfahrene Schlussmann in die Schüsse der ecuadorianischen Angreifer, wehrte Bälle aus kurzer Distanz ebenso souverän ab wie Fernschüsse und Kopfbälle. Die ecuadorianische Mannschaft, die mit dem klaren Ziel angetreten war, drei Punkte zu holen, wirkte am Ende schlicht ratlos. Was auch immer sie versuchten – Room stand da.

Für Ecuador, das bereits an den Weltmeisterschaften 2006, 2014 und 2022 teilgenommen hatte und als gestandene südamerikanische Mannschaft gilt, war dieses Ergebnis eine blamable Niederlage im Sinne des verlorenen Punktes. Trotz einer erdrückenden Überlegenheit blieben die Ecuadorianer ohne Tor – und damit ohne den erhofften Dreier.

Ein Weltrekord und eine Bitte um eine Statue

Mit seinen 15 gehaltenen Schüssen stellte Room einen WM-Rekord ein: So viele Paraden hatte vor ihm noch kein Torwart in einer einzigen WM-Partie gezeigt. Diese Leistung adelte ihn endgültig zur tragenden Figur dieser WM-Überraschungsgeschichte. Nach dem Schlusspfiff ließ Room sich zu einem augenzwinkernden Kommentar hinreißen: „Ich denke, ich verdiene jetzt eine Statue.“ Ein Satz, der in sozialen Netzwerken sofort viral ging – und dem wohl kaum jemand widersprechen dürfte.

Room, der in seiner Karriere bereits Erfahrungen im europäischen Profifußball sammeln konnte, hat sich in diesem Spiel unsterblich gemacht – zumindest in den Geschichtsbüchern seines kleinen Heimatlandes. Curaçao, eine Karibikinsel mit rund 150.000 Einwohnern, die zum Königreich der Niederlande gehört und Mitglied der CONCACAF ist, nahm dank des auf 48 Mannschaften erweiterten WM-Formats erstmals an einer Weltmeisterschaft teil. Und dieser erste Auftritt auf der großen Bühne wird noch lange in Erinnerung bleiben.

Direkte Folgen für die deutsche Gruppe

Das tolose Remis zwischen Ecuador und Curaçao hatte unmittelbare Auswirkungen auf die weitere Gruppenphase: Da Ecuador keinen Sieg erringen konnte, steht die deutsche Nationalmannschaft vorzeitig als Gruppensieger fest. Das DFB-Team hatte zuvor in der Gruppe überzeugt und profitiert nun von der sensationellen Vorstellung des kleinen Inselstaates.

Für die DFB-Auswahl bedeutet das Gruppensieger-Diplom frühzeitige Planungssicherheit für die K.o.-Runde. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann kann die letzten Gruppenspiele nun mit entsprechend weniger Druck angehen und sich taktisch auf die nächste Runde vorbereiten.

Curaçao schreibt WM-Geschichte

Was bleibt, ist das Bild eines Torhüters, der eine ganze Nation auf seinen Schultern trug. Eloy Room hat mit seiner Galavorstellung dafür gesorgt, dass der Name Curaçao auf Dauer im kollektiven Gedächtnis des Weltfußballs verankert ist. Dieser erste WM-Punkt in der Geschichte des kleinen Karibikstaates ist das Ergebnis einer unglaublichen Teamleistung – angeführt von einem Mann, der an diesem Abend schlicht und einfach unüberwindbar war.

Ecuadors Stürmer werden sich noch lange fragen, wie es möglich ist, fast 30 Mal auf ein Tor zu schießen und dabei stets an einer einzigen Mauer zu scheitern. Die Antwort hat einen Namen: Eloy Room. Und vielleicht bekommt er tatsächlich irgendwann seine Statue auf Curaçao.

Quelle: Sportschau